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Was ist eigentlich ein SmartHome?

Was steckt wirklich hinter dem Begriff für ein intelligentes Haus?

Brauche ich überhaupt eine Hausautomation?

 

Sie planen ein Haus zu bauen?

Dann kommt in der heutigen Zeit auch sicherlich die Frage auf, ob die Elektrik konventionell oder mit einer intelligenten Steuerung installiert werden sollte...


Wir haben die Funktionen eines normalen Hauses denen eines SmartHome gegenüber gestellt, um möglichst anschaulich zu erläutern, worin der Unterschied besteht. Diese Gegenüberstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Vielmehr liefert es nur einen sehr kleinen Ausschnitt dessen, was ein SmartHome in der Lage ist, zu leisten.

Die Möglichkeiten und Anwendungsgebiete werden sogar immer mehr:

Normales Haus

  • Es gibt in jedem Raum mindestens einen Lichtschalter, womit die Beleuchtung (vorwiegend eine Lampe an der Decke, mittig im Raum) ein- und ausgeschaltet werden kann, mehr nicht.
  • Je Raum gibt es eine oder mehrere Steckdosen, die dauerhaft Strom zur Verfügung stellen, egal ob jemand im Raum ist und einen Bedarf hat, oder nicht.
  • Sofern Rollläden vorhanden sind, gibt es eventuell Rollladenschalter im Bereich der entsprechenden Fenster, mit denen die Rollläden rauf oder runter bewegt werden können.
  • In Häusern mit Fußbodenheizung sind in der Regel je Wohnraum Raumthermostaten vorhanden, womit die Raumtemperatur geregelt wird.
    Die Temperatur kann nur manuell am Thermostaten verstellt werden, egal ob Bedarf besteht oder nicht.

Intelligentes Haus (SmartHome)

  • Es gibt in jedem Raum mindestens einen intelligenten Schalter, der in seiner Funktion frei programmierbar ist, und in der Regel mehr als nur eine Funktion ausführen kann. So kann der Schalter nicht nur die Deckenlampe schalten, sondern auch die Stehlampe in der Ecke, die Schrankbeleuchtung und die Steckdosen der TV-Ecke (siehe nächsten Punkt).
  • Je Raum gibt es mehrere Steckdosen, die je nach Bedarf eingeschaltet sind, um z.B. Stehleuchten zu schalten, Stand-By-Geräte abzuschalten oder um sicher zu gehen, dass Verbraucher wie z.B. ein Bügeleisen bei Verlassen des Hauses auch wirklich abgeschaltet ist.
  • Die Rollläden werden nicht mehr nur über die Schalter vor Ort, sondern über zentrale Schalter, z.B. bei der Eingangstür oder im Schlafzimmer mit einem Tastendruck rauf- und runtergefahren sowie bei Bedarf zeitlich automatisch gesteuert. Außerdem kann die intelligente Steuerung dafür sorgen, dass bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer die Räume beschattet werden und somit nicht so stark aufheizen.
  • Fußbodenheizungen geben viel Freiraum, da kein störender Heizkörper vorhanden ist. Sie haben aber einen großen Nachteil: Fußbodenheizungen sind sehr träge.
    D.h. wenn ich jetzt den Thermostat um 2-3 Grad höher stelle, ändert sich die Temperatur im Raum erst in 1-3 Stunden, je nachdem wie groß der Raum ist. Somit ist es nicht einfach, eine Fußbodenheizung zeitlich zu steuern, um z.B. eine Nachtabsenkung zu erzielen.
    Mit intelligenten Systemen ist es möglich, für jeden Raum separat ein Nutzungsprofil anzulegen, wann welche Temperatur gewünscht bzw. gefordert ist. Anschließend ermitteln diese intelligenten Systeme selbstständig, wann mit der Temperaturerhöhung zu beginnen ist, damit zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Temperatur erreicht ist. So wird größtmögliche Einsparung mit höchstem Komfort in Einklang gebracht.

Sie sehen anhand der direkten Gegenüberstellung bereits, dass ein intelligentes Haus allein bei den "normalen Grundinstallationen" in der Lage ist, viel mehr zu leisten, als Häuser, die fast noch nach dem Standard der 60er und 70er Jahre gebaut und installiert werden.

Nochmal der Hinweis, dass es sich bei den o.g. Beispielen nur um Bruchteile der Möglichkeiten handelt, die mit einem SmartHome realisiert werden können. Vielmehr ist der entscheidende Vorteil, dass alle technischen Bereiche eines Hauses miteinander kommunizieren, und somit effektiv zusammen arbeiten.

Dazu mehr in einem weiteren Artikel, der in kürze folgen wird. Der Artikel vergleicht die Entwicklung in der Automobil-Entwicklung und den darin umgesetzten Technologien mit denen der Hausinstallation. 

Was ist Ihre Meinung zum SmartHome?

Was müsste in Ihren Augen ein Haus können, wenn Sie es als "intelligent" bezeichnen?

Schreiben Sie uns bitte gerne einen Kommentar dazu.

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